Wirtschaftskammer Tirol über alpine workwear

polychromelab: Alpine und innovative Außenbekleidung aus Tirol

Nachhaltig. polychromelab ist ein Designerlabel, welches Outdoorbekleidung auf höchstem Niveau entwickelt, welche jedem Wetter standhält. Getestet und geforscht wurde darüber hinaus jetzt im Schneezentrum Tirol. Zum Einsatz kommt die „Alpine Proof“ Workwear bereits bei den Bergbahnen Obergurgl.

Regen, Wind, Kälte oder Sonne – Außenbekleidung muss allen Wetterverhältnissen standhalten. Sozusagen Hybrid-Wunder, die wärmen, wenn es kalt ist und zuverlässig kühlen können, wenn es heiß ist. Der Produktdesigner Michele Stinco hat einen speziellen Laminatstoff entwickelt, der allen Wetterverhältnissen trotzt. In einem restaurierten Berggasthof jetzt Bauernhof im Serfausfeld hat er gemeinsam mit seiner Partnerin Elisabeth Frey, neben einer Alpaka-Zucht auch ein Designstudio mit Werkstatt für Musterproduktionen und Entwicklung eingerichtet. Es bestand der Wunsch, an einem einzigen Ort leben, designen und produzieren zu können. Im Serfauserfeld entstehen die ersten Prototypen, Handmuster, Schnitte und Schnittanfertigung. „Jetzt sind wir einen Schritt weitergegangen und entwickeln gemeinsam mit dem MCI und dem Schneezentrum Tirol auch auf wissenschaftlich geprüfter Ebene“, so der Unternehmer. Durch Gespräche mit Bergbahnmitarbeitern an unterschiedlichen Standorten hat Stinco erkannt, dass herkömmliche (SKI)Bekleidung gewisse Schwächen aufweist und deshalb angefangen, eine eigene Arbeitskleidung von Grund auf zu entwickeln. „Diese ist z.B halb so leicht, dafür aber doppelt so warm und gilt als state-of-the-art in Sachen Thermoregulation sowie Lichtechtheit und Langlebigkeit.“

Hoch innovativ

Getestet wurde die Außenbekleidung unter extremen Einflüssen im Schneezentrum Tirol in Kühtai und bei vielen Feldtests in unterschiedlichsten Umgebungen. Das Schneezentrum Tirol hat das Ziel der Effizienz­steigerung der technischen Beschneiung. Um Energie und Wasser zu sparen und mit den vorhandenen Ressourcen besser haushalten zu können. „Wir arbeiten im Labor mit viel Feuchtigkeit. Da haben wir Regenmäntel gegen einen Skianzug getauscht“, lacht Leiter Michael Rothleitner. Denn das Spannende bei alpiner Arbeitsbekleidung ist: Hält sie warm und hält sie trocken? „Im Schneezentrum Tirol sind wir in der Lage genau diese Bedingungen auf Knopfdruck darzustellen. Mit einer Schneekanone werden unterschiedliche Schneebedingungen erzeugt. Durch eine Propellermaschine können wir Windstärken mit bis zu 130 km/h simulieren. Puppen werden mit der Bekleidung und mit Sensoren ausgestattet. So wird sofort ersichtlich, bei welcher Bekleidung die Temperatur- oder Feuchtigkeitskurve schneller absinkt oder steigt und welche Kleidung sich für welche Wetterverhältnisse eignet.“

Regionalität und Nachhaltigkeit

So ist das Serfauser Innovationslabel in der Lage, genau jene Kleidung zu entwickeln, die für Bergbahnmitarbeiter, Skilehrer und Guides benötigt wird. Die höchste Priorität des Labels ist Innovation , lokale Entwicklung kombiniert mit regionaler Produktion, um sich von herkömmlichen Anbietern abzugrenzen. „Unsere Innovationskraft macht uns einzigartig. Wir haben die Chance, mit einem Tiroler Produkt, das in Europa produziert wird, den einen oder anderen Seilbahnbetrieb von der Qualität und Nachhaltigkeit unserer Produkte und unserer Weitsicht zum Thema Mitarbeitergesundheit zu überzeugen.“ Gearbeitet wird bei der Stofferzeugung mit nachhaltigen oder upgecycleten Produkten. Der Fleece für die Wärmehaltung wird aus PET Flaschen hergestellt.
Eine Komponente aus dem das 3Lagen Laminat entsteht wird aus geborgenen Fischernetzen gewonnen.

„Die Kleidung ist sehr angenehm zu tragen, weil sie sehr elastisch ist. Die verschiedenen Schichten sind super zu wechseln, einfach leicht vom Gewicht her und man fühlt sich nicht so eingeengt“, erklärt Dominik Schmid von der Pistenrettung Obergurgl. So kam es auch, dass in gemeinsamer Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Obergurgl ein zielgerichtetes Bekleidungs-Set bestehen aus 4 Produkten für die dortigen Liftmitarbeiter und die Pistenrettung entwickelt wurde. „Wir waren bereits bei Vorgesprächen dabei und haben unsere individuellen Wünsche miteinfließen lassen. Aufgrund der Arbeitsumgebung und der Höhenlage bis auf über 3.000 m Seehöhe unterliegt unser Team wechselnden Temperatur- und Witterungseinflüssen. Deshalb sehen wir uns verpflichtet, eine entsprechend funktionale Bekleidung bereitzustellen“, erklärt Werner Hanselitsch, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Obergurgl, und fügt hinzu: „Mit polychromelab haben wir einen Partner gefunden, dessen Produkte unsere hohen Qualitätsansprüche erfüllen. Die figurbetonten Hybridschnitte minimieren etwa die Gefahr bei beweglichen Maschinenteilen. Der Wärmeausgleich der modularen Textilien kommt den Ansprüchen beim Arbeiten in der freien Natur entgegen. Gleichzeitig lebt das Unternehmen auch Werte wie Regionalität und Nachhaltigkeit, die für uns zentrale Leitmotive sind.”

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